Feier zu Ehren des 200. Geburtstages von Ada Lovelace an der Universität in Koblenz

Ada Byron King, Countess of Lovelace, die Namensgeberin des Ada-Lovelace-Projekts (ALP), hätte am 10. Dezember 2015 ihren 200. Geburtstag gefeiert. Der Ehrentag der britischen Mathematikerin, die das erste veröffentlichte Computerprogramm weltweit schrieb, wurde an der Universität in Koblenz gebührend gefeiert:

Rund 150 Gäste, darunter Vera Reiß, die rheinland-pfälzische Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig, Oberbürgermeister der Stadt Koblenz, und Dr. Ulrike Struwe vom Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. waren geladen.

Dem ungewöhnlichen Geburtstag entsprechend brachten einige Gäste außergewöhnliche Geschenke mit: So präsentierten Schülerinnen der 8. Klasse des Koblenzer Gymnasiums auf der Karthause eine selbstprogrammierte App, mit der sich Geburtstagspartys stressfrei planen lassen. Schülerinnen der Unterstufe des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums Münstermaifeld beeindruckten mit einem selbst gebauten 'Haus der Technik', inklusive aufwändiger LED-Beleuchtung. Einige Mentorinnen des Ada-Lovelace-Projekts, die sich mit dem Schwerpunkt 'Diversity' beschäftigen, hatten eine multimediale Collage aus dem Portrait der Gräfin gestaltet. Die Geburtstagstorte schnitt Ministerin Vera Reiß gemeinsam mit zwei Schülerinnen aus Münstermaifeld an.

Die Geburtstagsfeier in Koblenz stellte den feierlichen Abschluss einer ganzen Veranstaltungsreihe dar, die sich dem 200. Geburtstag der Adligen widmete. An den ALP-Standorten Koblenz, Mainz, Trier und Kaiserslautern hatten seit Juni 2015 unterschiedliche Veranstaltungen unter dem Motto „Ada trifft Zukunft“ stattgefunden. Und der Zukunft schien man auf der Geburtstagsfeier persönlich begegnen zu können – die Dichte an zukünftigen Softwareentwicklerinnen, die derzeit noch die Schulbank drücken, war auf dieser Veranstaltung überragend hoch.

Informationen zum Ada-Lovelace-Projekt

Das Ada-Lovelace-Projekt wurde 1997 auf Initiative des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Bildung, Frauen und Jugend (MBFJ) an der Universität Koblenz ins Leben gerufen. Seitdem engagieren sich Studentinnen und seit 2000 auch weibliche Auszubildende als Mentorinnen im Ada-Lovelace-Projekt, die von Beginn an durch Trainings bei Ihrer Tätigkeit unterstützt werden. Die Mentorinnen informieren Schülerinnen über Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten und erzählen von ihrem eigenen Weg. In Workshops und Arbeitsgemeinschaften arbeiten die Mentorinnen mit den Schülerinnen an konkreten technischen und naturwissenschaftlichen Aufgabenstellungen und fördern so das Selbstvertrauen der Mädchen im MINT-Bereich.

Mittlerweile verfügt das Ada-Lovelace-Projekt über zehn Hochschulstandorte in ganz Rheinland-Pfalz (davon zwei in Koblenz an Universität und Hochschule) mit ca. 180 aktiven Mentorinnen.

Internet: www.ada-lovelace.com/koblenz