Als Kind und Jugendlicher war Peter Wayand in vielen unterschiedlichen Vereinen tätig: Sportvereinen (Fußball, Tennis) und Musikvereinen (Kreismusikschule, Akkordeon- & Mandolinenverein Wirges e.V., Kreisjugendorchester Westerwald). Bald jedoch schon verließ er diese Vereine und baute eigene Gruppierungen auf. Es begann mit einem Akkordeonduo, das sich innerhalb dreier Jahre zu einem kleinen sinfonischen Ensemble erweiterte, mit dem diverse Auftritte im Altersheim und Krankenhaus jeweils zur Weihnachtszeit bestritten wurden. Alles natürlich auf Basis von Benefiz-Veranstaltungen.



(Gruppenaufnahme der Aktiven vom 22.04.2012, Foto: Franziska Haas; es fehlt: Maria Denter)

Doch erst im Jahr 2000 begann er, eigene Projekte zu planen, zu organisieren und durchzuführen, wozu er immer unterschiedliche Künstlerinnen und Künstler zusammenstellte. Er bildete dann jeweils für ein gemeinsames Projekt ein Projektteam.

Zu Beginn waren das Vortragsabende mit Musik (Bach-Abend, 2000; Verdi-Abend, 2001; Schiller-Abend, 2005; Mozart-Abend, 2006), später erweiterte sich das Konzept zum Lied- und Theaterabend (Schumann-Heine-Abend, 2006; Goethe-Abend, 2007; Händel-Abend, 2009). Erst 2009 wagte er den Schritt zu einem eigenständigen Theaterstück ohne Musik und Vortrag (Der Fall Conan Doyle, 2009).

Parallel dazu entstand aber durch seine Arbeit an Schulen in Limburg a. d. Lahn und Hachenburg/Ww eine rege Schultheatertätigkeit ("Romeo und Julia "(William Shakespeare), 2002; "Theseus bei Minos oder der Kampf gegen den Minotaurus" (Peter Wayand nach Gustav Schwab), 2004; "Babel & Bibel" (Karl May), Welturaufführung 2005; Ausgewählte Szenen aus "Turandot. Prinzessin von China" (Friedrich Schiller nach Carlo Gozzi) & "Der Drachenthron" (Wolfgang Hildesheimer) 2006). Viele der Schülerinnen und Schüler, die dort mitwirkten, blieben dabei auch nach der Schulzeit dabei, andere kamen von außen hinzu, und so wurde der Verein "Projekttheater Westerwald e.V." am 27. Juni 2010 in Hachenburg/Ww gegründet. Seit dem 24.01.2011 ist er eingetragener Verein im Vereinsregister des Amtsgerichts Montabaur (VR 62610).



(Peter Wayand, 2012; Foto: Franziska Haas)

Zweck des Vereins ist die Förderung der Volksbildung durch kulturelle Theater- und Musikveranstaltungen sowohl im Rahmen der Jugendarbeit als auch in der Erwachsenenbildung. "Denn sich immer nur über die Bildungsmisere und die Verrohung der Sitten zu beschweren, ist die eine Sache, etwas dagegen zu tun, eine ganz andere." (Peter Wayand, 2010)

Dies wird insbesondere durch die Vorbereitung und Durchführung von Theater- und Musikprojekten verwirklicht. Anlässe hierfür bieten insbesondere Gedenktage und Jubiläen von berühmten Persönlichkeiten aus Musik, Kunst, Literatur und Kultur allgemein.



Das Jahr 2012 brachte dann den nächsten Riesenerfolg mit dem aktuellen Stück "Sünde", mit dem zunächst zwei Aufführungen im Mai 2012 in der Festhalle Selters bestritten wurden. Die Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen kaufte diese Inszenierung dann ein und bestellte eine dritte Aufführung, die mit leicht veränderter Besetzung am 20. Oktober 2012 in der Aula der Ernst-Barlach-Realschule plus über die Bühne geht. Das Stück wird im Rahmen der interkulturellen Wochen in Höhr-Grenzhausen, die unter dem Titel "Zauber der Nationen" stehen, aufgeführt. Für diese Inszenierung bekam das Projekttheater Westerwald e.V. die Förderung durch das Bundesprogramm "Toleranz fördern - Kompetenz stärken", was ja nun wirklich ein Aushängeschild bedeutet.



Für die Zukunft stehen die neuen Projekte bereits in den Startlöchern. Ein besonderes Event wird mit Sicherheit die Uraufführung des eigens zum Karl-May-Jahr 2012 geplanten Stücks "Rosenkrieg. Der Tod Old Shatterhands" am 22. Dezember 2012 in der Festhalle Selters sein.



Rosensieg - Der Tod Old Shatterhands (Beitrag zum Karl-May-Jahr 2012)


Quelle: Projekttheater Westerwald e.V.