Das Fort Großfürst Konstantin ist benannt nach Konstantin Pawlowitsch, dem Bruder eines russischen Zaren. Auf dem ehemaligen Gelände eines Kartäuserklosters wurde es von 1822 bis 1827 erbaut; es gehört zum Stadtteil Karthause. Die Hauptaufgabe dieses Forts war es, die Verbindung zwischen der Feste Kaiser Alexander und der befestigten Stadt Koblenz sowie das Vorfeld der Stadt bis zu den Ufern von Rhein und Mosel zu sichern. Nach dem Ersten Weltkrieg sollte Fort Konstantin im Zuge des Versailler Vertrages entfestigt werden. Aufgrund zahlreicher Erhaltungsanträge wurde jedoch nur ein Teil zurück gebaut, um es militärisch unbrauchbar zu machen. Heute ist es neben der Festung Ehrenbreitstein das einzige fast vollständig erhaltene Werk der Festung Koblenz. 1994 begannen umfangreiche Sicherungs- und Restaurierungsmaßnahmen, die halfen, das Fort wieder zunehmend nutzbar zu machen. Seit 2001 zählt das geschützte Kulturdenkmal zum UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal.