Über das Theater Koblenz

Das Theater Koblenz unweit des Kurfürstlichen Schlosses ist der einzige erhaltene klassizistische Theaterbau am Mittelrhein und das früheste erhaltene Beispiel eines Rangtheaters in Deutschland (im Gegensatz zum früheren Logentheater). Es wurde 1787 im Auftrag des Trierer Erzbischofs und Kurfürsten Clemens Wenzeslaus von Sachsen in nur siebenmonatiger Bauzeit nach Plänen durch den jungen Düsseldorfer Architekten Peter Joseph Krahé in frühklassizistischem Stil errichtet.

Da allerdings – nicht anders als in heutiger Zeit – die Mittel für den Bau des Theaters knapp waren, musste ein privater Finanzier für das Theater gesucht werden. Gefunden hat der Kurfürst ihn im Finanzberater seiner Schwester Kunigunde, Hofrat Franz Joseph Schmitz, der als Gegenleistung den Titel des ersten Direktors des „Comoedien-, Opern-, Ball-, und Assembléehauses“ erhielt.

Der frisch gebackene Theaterdirektor Schmitz gab als Eröffnungsstück am 23. November 1787 Mozarts noch neues Singspiel „Die Entführung aus dem Serail“. Als erstes Schauspiel ging sieben Tage später Friedrich Schillers „Die Räuber“ über die Bühne.

Das Theater wurde 1984 bis 1985 umfassend mit dem Ziel rekonstruiert, dem Originalzustand von 1787 möglichst nahe zu kommen. Nach zwischenzeitlicher Kapazität von 800 Plätzen (davon eine große Anzahl Stehplätze) bietet das Theater Koblenz jetzt knapp 470 Zuschauern Platz.

Heute ist das Theater Koblenz ein Vierspartentheater mit eigenem Ensemble für Schauspiel, Musiktheater, Ballett und Puppentheater.