Ahrweiler           Koblenz           Mayen           Neuwied

Lebendiges-Koblenz.de

Koblenz in Bildern und Texten

  


Inhalt

Login

 
Lesezeit ca. 2 Minuten

Gewässerökologen schlagen Alarm: Der Klimawandel schädigt unsere Gewässer

Universität

In einer Erklärung von mehr als 100 Fachgesellschaften weltweit fordern Gewässerökologen zum sofortigen Handeln zur Eindämmung des Klimawandels auf. Auch in Rheinland-Pfalz müssen Strategien zum Umgang mit klimawandelbedingten zusätzlichen Gewässerbelastungen entwickelt werden. Hier leisten die Wissenschaftler des neuen Wasser-Schwerpunktes an der Universität Koblenz-Landau bereits wichtige Arbeit.

In ihrer gemeinsamen Erklärung kommen die Gewässerexperten weltweit zu dem Schluss, dass es Zeit sei anzuerkennen, dass Maßnahmen gegen den Klimawandel dringend notwendig seien. „Ein Aufschub der Maßnahmen zur Kontrolle der Treibhausgasemissionen ist keine Option, wenn die Menschheit die Wasser-Ressourcen und eine sichere Umwelt auf der Erde erhalten möchte“, so die Forscher in ihrem Statement.

 

In seiner jährlichen Studie zur Bewertung globaler Risiken stufte das Weltwirtschaftsforum in diesem Jahr erstmals die Auswirkungen des „Versagens im Kampf gegen den Klimawandel", sowie die Folgen des „Verlusts der Biodiversität" und der „Wasserkrise" unter die Top 5-Risiken des nächsten Jahrzehnts ein. Flüsse und Seen gehören somit zu den am stärksten bedrohten Ökosystemen auf der Welt und sind vom Klimawandel in besonderer Schärfe betroffen. Nur durch ein entschiedenes Handeln kann die zunehmende Schädigung der Gewässer und der Gewässerorganismen eingedämmt und damit auch in Zukunft die Nutzung der sogenannten Ökosystemdienstleistungen der Gewässer für uns Menschen sichergestellt werden, so die Wissenschaftler in ihrer Erklärung.  

Eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien zeigt deutlich, dass sich extreme Hoch- und Niedrigwasserereignisse in Zukunft häufen werden. Auch eine Zunahme schädlicher Algenblüten ist zu erwarten und die zeitliche Verschiebung bestimmter Ereignisse wie zum Beispiel Frühjahrshochwässern kann die Vermehrung verschiedener Fische stark einschränken. „Im nördlichen Rheinland-Pfalz können solche Ereignisse bereits beobachtet werden.“ sagt PD Dr. Carola Winkelmann, eine Wissenschaftlerin des gerade im Aufbau befindlichen Wasser-Schwerpunktes an der Universität Koblenz-Landau. „Wir sehen zum Beispiel verstärkte Blaualgenblüten in der unteren Mosel, zuletzt in diesem Spätsommer, und eine starke Veralgung der Gewässerbetten in den Flüssen des Westerwaldes.“ Außerdem können extrem niedrige Wasserstände zu Fischsterben führen, da die Einleitungen aus den Kläranlagen nicht mehr ausreichend verdünnt werden, erklärt sie weiter.

Was ist also zu tun? Die Experten sehen in ihrer Erklärung neben einer drastischen und schnellen globalen Reduktion der Treibhausgasemissionen auch einen lokalen Handlungsspielraum. Mit einem besseren Verständnis potenzieller Auswirkungen des Klimawandels können robuste Anpassungsmaßnahmen entwickelt und die Gewässer von anderen Umweltstressoren, wie zum Beispiel Nährstoffeinträgen entlastet werden. „In diesen Bereichen wird in Zukunft an der Universität Koblenz-Landau verstärkt geforscht werden,“ erklärt Prof. Dr. Wolfgang Imhof, Dekan des Fachbereiches Mathematik und Naturwissenschaften. „Momentan planen wir verschiedene interdisziplinäre Forschungsprojekte, die vor Ort die Situation bewerten und Handlungsoptionen aufzeigen sollen“.

Die Erklärung der über 100 Fachgesellschaften für Wasserforschung weltweit zu den Auswirkungen des Klimawandels auf Gewässer findet sich auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Limnologie e.V. unter www.dgl-ev.de .

 

Gewässerökologen schlagen Alarm: Der Klimawandel schädigt unsere Gewässer

Zur Zeit können keine neuen Kommentare geschrieben werden.

Für den Inhalt der Kommentare sind die Verfasser verantwortlich.


 

Einstellungen

Druckbare Version

Nachrichten

new: 22.10.2020 Neubau Stauraumkanal Andernacher Straße - Halbseitige Sperrung

Der Baufortschritt am neuen Stauraumkanal erfordert eine halbseitige Sperrung der Andernacher Straße zwischen der Einmündung der Straße ...

new: 22.10.2020 SLOW LIFE. RADIKALE PRAKTIKEN DES ALLTAGS

Slow Life – Radikale Praktiken des Alltags ist eine Gruppenausstellung mit internationaler Reichweite; ein Engagement, das über die drängenden ...

new: 22.10.2020 Absage des Festakts zur Verleihung der Ehrendoktorwürde

 an Wolf Biermann am 28. Oktober 2020 in Koblenz

Aufgrund der sich zuspitzende Situation in ...

new: 22.10.2020 Zweiundzwanzig Personen mit COVID-19-Erkrankung im Krankenhaus

Derzeit werden in den Koblenzer Krankenhäusern 22 Personen behandelt, die an COVID-19 erkrankt sind (Stand: 22.10.2020, 11.00 Uhr). Das sind neun Personen ...

new: 21.10.2020 Herbst: Zeit zum Laubfegen

Jetzt im Herbst werfen Bäume ihr Laub ab. Aus diesem Grund weist der Kommunale Servicebetrieb Koblenz nochmals auf die Straßenreinigungspflichten der ...

new: 21.10.2020 Stadtbibliothek Koblenz bietet Zugriff auf zahlreiche Digitale Zeitschriften

In der Welt der elektronischen Medien werden sie als »E-Magazines« bezeichnet. 26 unterschiedliche Zeitschriften ...

new: 21.10.2020 Dreizehn Personen mit COVID-19-Erkrankung im Krankenhaus

Derzeit werden in den Koblenzer Krankenhäusern dreizehn Personen behandelt, die an COVID-19 erkrankt sind (Stand: 21.10.2020, 10.00 Uhr). Das ist somit ...

Straßenbauarbeiten in den Stichstraßen der „Nahlkammer“

In der Zeit vom 26.10.2020 bis 04.11.2020 wird im Auftrag des Kommunalen Servicebetriebes Koblenz der Fahrbahnbelag in den Stichstraßen ...

Vierzehn Personen mit COVID-19-Erkrankung im Krankenhaus

Derzeit werden in den Koblenzer Krankenhäusern vierzehn Personen behandelt, die an COVID-19 erkrankt sind (Stand: 20.10.2020, 11.00 Uhr). Das sind somit ...

Kranaufbau in Andernacher Straße – Vollsperrung

Am kommenden Sonntag, 25 Oktober, wird in der Zeit von 05.00 Uhr bis 19.00 Uhr in der Andernacher Straße bei den Hausnummern 52-58 ein Kran aufgebaut. ...

Angst davor, nicht mehr aufzuwachen?

Chefarzt informierte über Anästhesie und Narkose im GK-Mittelrhein KOBLENZ. OP ohne Narkose? Für viele Menschen ...

Gelungene Premiere der InfoVinothek am Rheinufer unter erschwerten Bedingungen

Die neue mobile InfoVinothek der Koblenz-Touristik GmbH ist am vergangenen Wochenende erstmalig am Rheinufer hinter dem Deutschen Eck zum Einsatz gekommen. Das ...

Abgesagte Teilnahme bei diesjährigen Azubi- und Studientagen

Ursprünglich waren die diesjährigen Azubi- und Studientage für April geplant. Da auch diese Messe Corona zum Opfer fiel, musste der Termin ...

Arbeiten an Hochspannungsleitungen – B 9 wird gesperrt

Am Samstag, 24. Oktober, wird die B 9 in beiden Fahrtrichtungen von 07.00 bis 07.45 Uhr voll gesperrt. Im Bereich des Gewerbe- und Technologieparks Bubenheim/B9 ...

Viele Ideen für ein grüneres Lützel

 - Beteiligung beim Stadtgrün-Projekt wurde rege genutzt

Lützel soll grüner ...

Zwölf Personen mit COVID-19-Erkrankung im Krankenhaus

Derzeit werden in den Koblenzer Krankenhäusern zwölf Personen behandelt, die an COVID-19 erkrankt sind (Stand: 19.10.2020, 11.00 Uhr). Das ist somit ...

9 User online

Freitag, 23. Oktober 2020

    

Alle Logos und Warenzeichen auf dieser Seite sind Eigentum der jeweiligen Besitzer und Lizenzhalter.
Im übrigen gilt Haftungsausschluss. Weitere Details finden Sie im Impressum.

Die Artikel sind geistiges Eigentum des/der jeweiligen Autoren,
alles andere © by Lebendiges-Koblenz.de

Diese Webseite basiert auf pragmaMx 2.4.2.


Ahrweiler           Koblenz           Mayen           Neuwied