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IHK-Standortumfrage 2016

Koblenz

Note Befriedigend: Wirtschaftsstandort fehlt es an Profil

Koblenz, 26. September 2016: Wie gut sind die Standortbedingungen für die Wirtschaft im nördlichen Rheinland-Pfalz? Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz hat jüngst ihre Mitgliedsunternehmen danach gefragt. Die Ergebnisse der breit angelegten Umfrage zeigen: Es gibt einige Felder, bei denen den Betrieben der Schuh drückt – und die Bedingungen könnten durchaus besser sein.
Mit einer Gesamtnote von 2,7 wird das nördliche Rheinland-Pfalz von der Wirtschaft insgesamt befriedigend bewertet. Zumindest in Teilen weist der Wirtschaftsraum zudem nur eine schwache bis stagnierende Entwicklungsdynamik auf. Über alle Teilregionen hinweg haben rund 40 Prozent der Unternehmen in den vergangenen fünf Jahren keine relevanten positiven Veränderungen ihres Wirtschaftsstandortes wahrgenommen. Zugleich fällt auch der Anteil der Unternehmen, die mittelfristig mit keiner Entwicklung ihrer Geschäftstätigkeit rechnen, mit 60 Prozent überproportional hoch aus. „Mittelfristig könnte das nördliche Rheinland-Pfalz damit leicht ins Hintertreffen geraten, gerade weil sich viele andere Regionen wahrnehmbar dynamischer entwickeln“, konstatiert Manfred Sattler, Präsident der IHK Koblenz.

Positiv wahrgenommen werden von den Unternehmern vor allem die weichen Standortfaktoren: So erhält die allgemeine Lebens- und Aufenthaltsqualität mit 2,4 die mit Abstand beste Bewertung unter den insgesamt 39 abgefragten Standortfaktoren. „Die Lebensqualität ist sicher eine Stärke unserer Region“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Arne Rössel, „allerdings bietet sie nur ein geringes Potenzial zur Abgrenzung gegenüber einer Vielzahl anderer Regionen in Deutschland.“ Gerade im interregionalen Wettbewerb brauche der Wirtschaftsraum jedoch ein starkes Profil, um sich erfolgreich positionieren zu können – damit Unternehmen sich ansiedeln, investieren und auch Fachkräfte für die Region gewinnen können, so Rössel weiter. „Die Region muss sich insbesondere zwischen den Arbeitsmarkt- und Wirtschaftszentren Rhein-Main und Köln/Bonn behaupten, um nicht dazwischen zerrieben zu werden.“ Die Pendler-Studie der IHK Koblenz hatte jüngst aufgezeigt, dass das nördliche Rheinland-Pfalz täglich 60.000 mehr Aus- als Einpendler verzeichnet.
„Aktuell mangelt es dem Wirtschaftsstandort vor allem an quantifizierbaren Stärken, die die Region im interregionalen Wettbewerb positionieren und von anderen Standorten positiv abheben“, unterstreicht IHK-Präsident Sattler. Vor diesem Hintergrund sieht die IHK Koblenz insbesondere in drei Bereichen Handlungsbedarf:
1. Breitbandausbau: Die Breitbandanbindung ist über alle Regionen und alle Branchen der Standortfaktor mit der höchsten Relevanz. Die durchschnittliche Zufriedenheit fällt mit 3,5 aber nur verhalten aus. „Die Versorgung der Gewerbegebiete muss flächendeckend Vorrang beim weiteren Ausbau erhalten“, so Sattler. Zugleich dürfe dabei nicht der Fehler gemacht werden, die Ausbauquoten alleine durch großflächige Nutzung der Vectoring-Technologie nach oben zu treiben. „Vectoring ist nicht zukunftsfähig. Was die Region braucht, ist ein systematischer Umstieg auf ein Glasfasernetz. Dafür müssen bereits heute durch entsprechende Planungen die Grundlagen gelegt werden.“
2. Standortmarketing: Das Image der Region als Wirtschaftsraum wird insgesamt lediglich mit 3,3 bewertet. Selbst die Stadt Koblenz erhält mit 2,9 nur eine befriedigende Benotung. „Der Region mangelt es weiterhin an einem überregional ausstrahlenden Profil, mit dem eine Wahrnehmbarkeit auch in anderen Teilen Deutschlands gelingt“, erläutert IHK-Hauptgeschäftsführer Rössel. „Sowohl die Stadt Koblenz als auch die Landkreise haben ihre Stärken. Aber nur in der bewussten Kombination entsteht ein attraktiver Wirtschaftsraum.“ Dieser Gedanke müsse in der Kommunalpolitik verankert und durch ein aktives Standortmarketing der gesamten Region auch nachhaltig nach außen kommuniziert werden.
3. Wirtschaftsorientierung: Die Standortfaktoren „Unternehmensorientierung der Verwaltung“, „Strategische Wirtschaftsförderung“ und „Kontakt zu Entscheidungsträgern“ werden insgesamt nur mit 3,6 bewertet. „Den Institutionen scheint es bislang nicht ausreichend zu gelingen, Kontakt zur Wirtschaft zu halten und die Wirtschaftsorientierung ihrer Entscheidungen glaubhaft zu machen“, so Rössel. Hieran gelte es bewusst gemeinsam zu arbeiten, um die Dynamikpotenziale der heimischen Unternehmen zu heben.

IHK-Standortumfrage 2016

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