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Jahresbericht des Amtes für Jugend, Familie, Senioren und Soziales

Koblenz

Mit dem Jahresbericht 2019 informiert das Amt für Jugend, Familie, Senioren und Soziales der Stadt Koblenz umfassend über seine vielfältigen Tätigkeiten, erläutert Neuerungen sowie Schwerpunkte der Arbeit und legt seine Bilanzen detailliert offen.
Der Jahresbericht unterstreicht durch die Vielzahl der Maßnahmen und Projekte sowie die Höhe der zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel den großen Stellenwert der Sozialhilfe sowie der Kinder- und Jugendhilfe in der Stadt Koblenz.


 

 

Das Amt für Jugend, Familie, Senioren und Soziales ist das größte Amt der Stadtverwaltung Koblenz und zählte Ende 2019 289 Beschäftige. Als Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner stehen diese den Koblenzer Bürgerinnen und Bürger in vielen Lebenslagen unterstützend zur Seite. Sie gewähren beispielsweise Sozialleistungen (u.a. Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, Hilfe zur Gesundheit, Hilfe zur Pflege), Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen, Leistungen nach dem Wohngeldgesetz, dem Landesblindengeld- und dem Landespflegegeldgesetz, dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (Schüler- und Meisterbafög) und dem Asylbewerber-leistungsgesetz. Darüber hinaus unterstützt das Jugendamt, als Teil des Amtes für Jugend, Familie, Senioren und Soziales, Eltern und Erziehungsberechtigte mit Beratungsangeboten, Hilfen zur Erziehung und gewährt finanzielle Leistungen wie Elterngeld und Unterhaltsvorschuss. Auch bei Kindeswohlgefährdung sucht das Jugendamt gemeinsam mit den betroffenen Familien nach Lösungen. Neben Amtsvormundschaften, dem Pflegekinderdienst, der Jugendgerichtshilfe und dem Jugendschutz sind die Bereiche Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit sowie Kindertagesbetreuung weitere wichtige Aufgaben des Jugendamtes. Zudem koordiniert das Jugendamt das Netzwerk für Kindeswohl und das Koblenzer Bündnis für Familie.
 
Neben diesen vielfältigen Aufgaben gibt der Jahresbericht 2019 auch einen umfassenden Überblick über die Haushaltsdaten des Amtes für Jugend, Familie, Senioren und Soziales (siehe Anlage 1). Des Weiteren beinhaltet er eine ausführliche Darstellung der Schwerpunkte im Jahr 2019. Für den Bereich Soziales und Senioren können Sie diese der Anlage 2 und für den Bereich Jugend und Familie der Anlage 3 entnehmen.
Ausführlichere Informationen zu den einzelnen Aufgaben, aktuelle Tendenzen sowie umfangreiche Bilanzen erhalten Sie im Jahresbericht 2019 des Amtes für Jugend, Familie, Senioren und Soziales. Der Bericht kann im Internet unter folgender Adresse eingesehen und heruntergeladen werden:
https://www.koblenz.de/leben-in-koblenz/soziales/publikationen/
 
Anlage 1        Haushaltsdaten des Amtes für Jugend, Familie, Senioren und Soziales
Für das Jahr 2019 setzt sich der Konsumtivhaushalt insgesamt aus Erträgen von 92.855.483 Euro, Aufwendungen von 179.454.941 Euro und einem Zuschussbedarf von 86.599.458 Euro zusammen. Im Vergleich zum Jahr 2018 sind im Bereich der Hilfen für Asylbewerber sowohl die Aufwendungen als auch die Erträge um rund 2,5 Millionen Euro zurückgegangen. Im Bereich des Jugendamtes ist zudem die Entwicklung der Personalkostenzuschüsse im Kita-Bereich hervorzuheben. Hier nahmen die Aufwendungen und Erträge zu, da durch den Neubau von Kitas bzw. Einrichtung von Kita-Gruppen zusätzliches Personal benötigt wurde.
Der Investivhaushalt des Amtes für das Jahr 2019 beinhaltet Einzahlungen in Höhe von 419.056 Euro, Auszahlungen von 5.475.474 Euro und einen Zuschussbedarf von 5.056.418 Euro. Im Vergleich zum Vorjahr sind hier die Kosten leicht gesunken, da ein Großteil der Ausgaben insbesondere für den Neubau der Kita Asterstein sowie die Erweiterung der Kita in Neuendorf bereits in 2018 getätigt worden ist.
Insgesamt betrachtet, entfiel der größte Teil der Ausgaben im Jahr 2019, wie in den Jahren zuvor, mit rund 68 Mio. Euro auf die Hilfen gemäß SGB XII. Hier ist insbesondere die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen mit rund 34 Mio. Euro zu nennen. Weitere Ausgaben von rund 38 Mio. Euro wurden für die Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und in Tagespflege aufgewendet. Außerdem fielen im Bereich des Jugendamtes Kosten von ca.  27 Mio. Euro für die Kinder-, Jugend, und Familienhilfe an. Auch wurden rund 450.000 Euro als freiwillige Mittel für die Förderung freier Träger ausgegeben.
 
Anlage 2        Schwerpunkte im Bereich Soziales und Senioren
Ehrennadel für soziales Engagement. Im Rahmen des Jugend- und Sozialempfangs verliehen Herr Oberbürgermeister David Langer und Frau Bürgermeisterin Ulrike Mohrs am 10.01.2019 die Ehrennadel für soziales Engagement der Stadt Koblenz an Frau Dr. Claudia Tamm, Frau Edith Bauer und Herrn Josef Kammerschen. Darüber hinaus wurden mit Frau Tale-Marie Meis, Herrn Christopher Bündgen und Herrn Janeli Degè auch drei Jugendliche für ihr besonderes soziales Enga­gement mit der Ehrennadel der Stadt Koblenz ausgezeichnet.
Gesetzliche Änderungen. Ziel des Gesetzes zur zielgenauen Stärkung von Familien und ihren Kindern durch die Neugestaltung des Kinderzuschlags und die Verbesserung der Leistungen für Bildung und Teilhabe (Starke-Familien-Gesetz) ist es, Familien mit kleinen Einkommen zu stärken und faire Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe für Kinder zu schaffen. Ein weiterer wesentlicher Beitrag zur Integration geflüchteter Menschen in Deutschland wird geleistet durch das „Dritte Gesetz zur Änderung des Asylbewerberleistungsgesetzes“. Darüber hinaus ist zum 01.01.2020 die dritte Reformstufe des „Gesetzes zur Stärkung der Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen (Bundesteilhabegesetz)“ in Kraft getreten, so dass im Jahr 2019 entsprechende Vorbereitungsarbeiten durchgeführt wurden. Hierbei ging es insbesondere um die Trennung der Fachleistung Eingliederungshilfe von den existenzsichernden Leistungen nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch.
Ausbau der aufsuchenden Sozialarbeit in Koblenz. Nach der Durchführung eines Interessenbekundungsverfahrens beschloss der Stadtrat in seiner Sitzung am 28.03.2019 den Abschluss einer Kooperationsvereinbarung mit dem Caritasverband Koblenz e.V., welcher seit dem 01.07.2019 die Aufgabe mit zwei Sozialpädagogen übernommen hat. In den ersten Monaten konnten die Mitarbeitenden des Caritasverbandes Koblenz e.V. das Angebot bekannt machen und sich mit den weiteren Institutionen vernetzen. Des Weiteren konnten auch bereits erste Erfolge, wie z.B. die Vermittlung verschiedener Personen in Wohnraum, verzeichnet werden.
 
Anlage 3        Schwerpunkte im Bereich Jugend und Familie
Ausbau der Kindertagesbetreuung. Der weitere Ausbau der Kindertagesbetreuung stellte auch im Jahr 2019 wieder einen Schwerpunkt der Arbeit des Jugendamtes dar. Als wichtige Meilensteine in den Bemühungen der Stadt Koblenz den Rechtsanspruch der Eltern auf einen Kita-Platz für ihr Kind zu erfüllen, konnten zu Jahresbeginn die beiden Kita-Neubauten auf dem Asterstein und auf der Karthause sowie der viergruppige Anbau der Kita Pusteblume in Neuendorf eröffnet werden. Zudem hat der Stadtrat den Bau einer achtgruppigen Kita in der Goldgrube beschlossen. Hinzu kommen der Neubau von Kitas auf der Horcheimer Höhe sowie im Rosenquartier in Lützel. Das am 13.09.2019 beschlossene Kita-Zukunfts-Gesetz stellt die Stadt Koblenz vor besondere Herausforderungen. Es sieht ab dem 01.07.2021 im Rahmen der Öffnungszeiten ein durchgehendes siebenstündiges Betreuungsangebot als Vormittagsangebot vor. Bei Angeboten, die eine Betreuung über die Mittagszeit mit einschließen, soll ein Mittagessen vorgesehen werden. Gemeinsam mit den freien Kita-Trägern hat das Jugendamt mit den erforderlichen Vorarbeiten zur Umsetzung des Gesetzes begonnen.
Personelle Verstärkung des Allgemeinen Sozialdienstes (ASD). Die Arbeit im ASD ist insbesondere im Kontext des Kindesschutzes von besonderer Verantwortung geprägt. Die Anforderung an die Mitarbeitenden sind gewachsen, da sich familiäre Strukturen gewandelt haben und neue Bedarfslagen entstanden sind. Die vielfältigen Aufgaben können von den Mitarbeitenden nur ordnungsgemäß erfüllt werden, wenn eine ausreichende Personalstärke vorhanden ist. Mit externer Unterstützung wurde das Personalbemessungsmodell im ASD überarbeitet und an die aktuellen Herausforderungen angepasst. Im Rahmen der Haushaltsberatungen für 2020 hat der Stadtrat 4,75 zusätzliche Stellen bewilligt.
Haus des Jugendrechts. Die Mitarbeiterinnen der Jugendgerichtshilfe beim Jugendamt haben zum 01.07.2019 ihre Arbeitsplätze im Haus des Jugendrechts bezogen, wo sie sich nun unter einem Dach mit Polizei, Staatsanwaltschaft und freien Trägern den Belangen delinquenter Jugendlicher annehmen. Durch die räumliche Nähe der Akteurinnen und Akteure werden Synergien erzeugt und Verfahrensabläufe beschleunigt.
Ausbau der Schulsozialarbeit. Zunehmende Problemlagen in der Schülerschaft haben den Bedarf an Schulsozialarbeit steigen lassen. Im Rahmen einer Arbeitsgruppe wurden für die Stadt Koblenz zusätzliche Bedarfe im Bereich der Gymnasien und der Grundschulen identifiziert. Der Stadtrat hat daher beschlossen a) den städtischen Zuschuss an freie Träger für die Schulsozialarbeit an Grundschulen und Gymnasien ab 2020 um 128.000 € und ab 2021 um weitere 149.000 €  b) den städtischen Zuschuss an freie Träger für Schulsozialarbeit an Grundschulen ab 2022 um weitere 148.000 € aufzustocken, c) ab 2020 Schulsozialarbeit an den berufsbildenden Schulen Julius-Wegeler-Schule und Berufsbildende-Schule-Wirtschaft in städtischer Trägerschaft mit je einer halben Stelle einzurichten.

 

Jahresbericht des Amtes für Jugend, Familie, Senioren und Soziales

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