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Patienten auch im Notfall optimal und schnellstmöglich versorgen

Koblenz

Kemperhof führt ESI-Triage ein, um die Behandlungsdringlichkeit innerhalb kürzester Zeit abzuschätzen

KOBLENZ. Das Patientenaufkommen in den Notaufnahmen deutscher Krankenhäuser steigt stetig. Jedes Jahr kommen fast zehn Prozent mehr Patienten dazu und jeder möchte sofort behandelt werden. „Umso wichtiger ist es, dass wir unser System stetig weiterentwickeln – zum Wohle der Notfallpatienten“, betont Karin Stahl, Leiterin der Interdisziplinären Notfallambulanz im Kemperhof, eines von fünf Krankhäusern des GK-Mittelrhein. Sie verweist auf das aktuell eingeführte Ersteinschätzungssystem „ESI-Triage“. „Der Algorithmus befähigt eine erfahrene Pflegekraft die Behandlungsdringlichkeit eines Patienten einzuschätzen und so die Patienten in eine sinnvolle Reihenfolge der Behandlung zu bringen“, so die Chirurgin. Dies kommt Mitarbeitern und Patienten zugute: „Man kann Patienten besser über die Gründe längerer Wartezeiten informieren und wir erkennen wer sofort oder möglichst schnell einer Behandlung zugeführt werden muss“, betont Silvia Labonte, Bereichsleiterin Interdisziplinäre Notaufnahme.

Silvia Labonte, Bereichsleiterin Interdisziplinäre Notaufnahme, bei der ESI-Triage im Kemperhof.

Die Einschätzung im Rahmen des international anerkannten fünfstufigen Einschätzungsverfahrens dauert zwischen wenigen Sekunden und maximal fünf Minuten und erfolgt durch eine erfahrene Pflegekraft. Diese schätzt mit Hilfe ihres medizinischen Wissens, ihrer Erfahrung und dem Vergleich mit bereits gesehenen Patienten mit ähnlicher Beschwerdesymptomatik die Behandlungsdringlichkeit ein. Der erste Entscheidungsschritt prüft, ob der Patient instabil ist und eine „umgehend lebensrettende Intervention erforderlich“ ist. Instabile Patienten werden der Kategorie 1 zugeordnet. Für sie ist ein sofortiger Behandlungsbeginn definiert. Entscheidungspunkt B prüft, ob es sich um eine Hochrisikosituation handelt, der Patient akut verwirrt, lethargisch oder desorientiert ist bzw. starke Schmerzen hat oder großes Unwohlsein verspürt. Diese Patienten werden der Kategorie 2 zugeordnet und zügig von einem Arzt gesehen. Für Patienten, die nicht unter Kategorie 1 oder 2 fallen, wird im Entscheidungspunkt C geprüft, wie viele Ressourcen (z. B. Röntgenuntersuchung oder Ultraschall) der Patient während seiner Behandlung in der Notaufnahme in Anspruch nehmen wird. Entsprechend der benötigten Ressourcen wird er der Kategorie 5, 4 oder 3 zugeordnet. „Dabei ist wichtig, dass Ressourcen klar definiert sind – unabhängig vom Krankenhaus, an dem die Einschätzung vorgenommen wird. Ressourcen entsprechen auch nicht der Arbeitsbelastung der Mitarbeiter, sondern dienen ausschließlich der Einschätzung der Behandlungsdringlichkeit. Ein schwer kranker Patient benötigt mehr diagnostische Maßnahmen als ein weniger schwer erkrankter Patient.

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