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Schwerstkranke Patienten im Herzkatheterlabor retten

Koblenz

Dr. Waldemar Bojara berichtet im Kemperhof von hochkomplexen Eingriffen
KOBLENZ. Es ist der Motor des Lebens – das Herz. Unfassbare 2,5 Millionen Liter Blut pumpt es innerhalb eines Jahres durch unseren Körper und schlägt dabei 37 Millionen Mal. Einfacher vorstellbar sind da 5 Liter pro Minute mit 70 Schlägen. Dr. Waldemar Bojara, Chefarzt der Kardiologie im Kemperhof, stellte diese beeindruckenden Zahlen bei seinem Vortrag: Rettung schwerstkranker Patienten im Herzkatheterlabor, im Rahmen der Herzwochen 2019 vor. Mit einfachen Worten erklärte er die Funktionsweise des Herzens und die Problematik eines akuten Herzversagens. Das ist so gefährlich, weil in diesem Moment die Durchblutung aller Organe nicht mehr funktioniert und es in kurzer Zeit zum Tod führen kann. Schnelle Hilfe – hier zählt jede Minute – erfolgt durch das Setzen von Gefäßstützen, sogenannten Stents, meist in örtlicher Betäubung im Herzkatheterlabor. Für schwerstkranke, Hochrisiko-Patienten können in dieser Situation sogenannte Kreislauf-Unterstützungssysteme helfen.

Sie setzen sich für schwerstkranke Herzpatienten ein: Chefarzt Dr. Waldemar Bojara und Maria Dahms von der Deutschen Herzstiftung.

Nicht ohne Stolz berichtet Dr. Waldemar Bojara von dem neuartigen System mit Namen i-cor. „Es funktioniert grundsätzlich wie eine Herz-Lungen-Maschine und unterstützt während des Eingriffs die Arbeit des Herzens und somit den gesamten Kreislauf. Der entscheidende Vorteil liegt darin, dass das System synchron mit dem Herzen pumpt. Eine normale Herz-Lungen-Maschine kann das nicht, die arbeitet stetig“, erläutert Bojara. i-cor entlastet also das Herz, dadurch kommt es zu einer besseren Durchblutung der Herzkranzgefäße und der Patient behält einen stabilen Kreislauf. Zusätzlich reichert es das Blut direkt mit Sauerstoff an und ersetzt somit zum Teil auch die Lunge. Eingesetzt wird die Pumpe über zwei Schläuche in der Leiste. „Da kann das Herz auch schonmal stehen bleiben, wir können den Kreislauf aufrechterhalten und haben genügend Zeit für den Eingriff.“
Derzeit arbeiten im Rahmen einer Studie nur 12 Zentren in Deutschland mit i-cor, um Erfahrungen und valide Daten sammeln zu können, die dann nach Auswertung der Fachwelt zur Verfügung gestellt werden. Das GK-Mittelrhein wurde für die Teilnahme an der Studie ausgesucht, weil es als Zentrum seit mehr als vier Jahren große Erfahrung mit dem Einsatz von Kreislauf-Unterstützungs-Systemen hat, die auftretende Komplikationen auf ein Minimum reduzieren können.

Schwerstkranke Patienten im Herzkatheterlabor retten

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Dienstag, 28. Januar 2020

    

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