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Start von Projekten zur kulturellen Bildung an der Universität in Koblenz

Universität

Zwei innovative Projekte, die verschiedene Aspekte der kulturellen Bildung in ländlichen Räumen beleuchten, sind an der Universität in Koblenz gestartet. Insgesamt 21 Forschungsprojekte werden in Deutschland im Rahmen der Richtlinie zur Förderung von Forschungsvorhaben zur kulturellen Bildung in ländlichen Räumen seitens des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Davon wurden zwei dieser Vorhaben von Erziehungswissenschaftlern der Universität in Koblenz entwickelt. Diese haben zum 01. Dezember 2019 ihre Projekt-Arbeit aufgenommen.

Das erste Projekt steht unter dem Titel „Elternsache: Kulturelle Bildung. Elterliches Bildungsengagement in ländlichen Räumen (ElKuBi)“: In ländlichen Regionen kommt dem Elternhaus eine besondere Bedeutung bei der kulturellen Sozialisation von Kindern und Jugendlichen zu. Denn Eltern fungieren auf dem Land in herausragender Art und Weise als Türöffner bzw. als Gatekeeper für kulturelle Bildung, wenn sie ihren Kindern über große Distanzen hinweg den Besuch kultureller Freizeitangebote wie Mal-, Musik- und Theaterprojekte ermöglichen.

Untersucht werden hier drei zusammenhängende Fragestellungen:

1. Welche Ansprüche artikulieren Eltern in Hinblick auf die kulturelle Bildung ihrer Kinder in ländlichen Räumen?

2. Wie nehmen Eltern das Angebot an kultureller Bildung in der von ihnen bewohnten ländlichen Region wahr?

3. Welche Herausforderungen verknüpfen sich aus elterlicher Perspektive mit dem Anspruch, den eigenen Kindern die Teilhabe an Angeboten der kulturellen Bildung auf dem Land zu ermöglichen?

Im Rahmen von offenen, qualitativen Leitfaden-Interviews werden Eltern an vier unterschiedlichen, sehr peripher gelegenen Orten in Deutschland zu ihren Perspektiven auf und ihre Erwartungen an Angebote der kulturellen Bildung befragt.

Das Projekt leitet Prof. Dr. Jens Oliver Krüger vom Institut für Pädagogik der Universität in Koblenz. Es wird bis 31. Dezember 2022 mit rund 204.000 Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Im zweiten Projekt „Der dritte Ort? - Kulturelle Bildung im ländlichen Raum (DO_KiL)“ werden künstlerische Residenzen mit dem Schwerpunkt „Zeitgenössisches Theater und Performance“ daraufhin befragt, wie sie vorhandene ländliche Strukturen und die damit verbundenen sozialen, ökonomischen, demografischen, intergenerationalen, historischen oder politischen Themen aufgreifen und bespielen. Dies unter besonderer Berücksichtigung der aktuellen migrationsgesellschaftlichen Realität. Im Fokus steht die Frage, ob es gelingt, nachhaltig auf die Qualität einer kulturellen Bildung in ländlichen Räumen einzuwirken, diese für alle Bevölkerungsgruppen zu öffnen und zu verankern, sodass die beteiligten Akteure und Instanzen vor Ort befähigt werden, diese eigenständig fortzusetzen.

Die als Grundlagenforschung angelegte Untersuchung künstlerischer Residenzen beruht auf drei methodischen Zugängen:

1. Teilnehmende Beobachtung von Künstlerresidenzen im ländlichen Raum

2. Qualitative Befragungen der Residenzkünstler, der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen sowie der ortsansässigen Bevölkerung

3. Analyse von Dokumenten, wie zum Beispiel Anträgen, Postkarten, Einladungen oder Dokumentationen, die durch die und mit den Residenzkünstlern sowie der Bevölkerung produziert wurden

Dieses Forschungsprojekt soll dazu beitragen, theoretische und praktische Grundlagen für eine kulturelle Bildung in ländlichen Regionen vor dem Hintergrund ästhetischer Bildungstheorien und theoretischer Ansätze der Migrations- und Integrationsforschung zu erarbeiten. Das Projekt liefert Erkenntnisse über Zugangsbarrieren hinsichtlich der Teilhabe bestimmter Bevölkerungsgruppen an kultureller Bildung und der Möglichkeiten ihrer Überwindung in der konkreten Arbeit vor Ort überwunden. Geleitet wird es von Prof. Dr. Wiebke Waburg vom Institut für Pädagogik der Universität in Koblenz.

Auch dieses Projekt  wird bis 31. Dezember 2022 mit rund 413.000 Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Start von Projekten zur kulturellen Bildung an der Universität in Koblenz

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