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Sucht: Borowka redet Tacheles

Koblenz

Im GK-Mittelrhein erzählt er über sein Doppelleben als Fußballprofi und Alkoholiker

KOBLENZ. „Jeder Tag, an dem ich trocken bin, ist mir wichtiger als jeder Titel, den ich gewonnen habe“: Ein starkes Statement von Ex-Fußballprofi Uli Borowka bei der Veranstaltung über Sucht und Suchtprävention im Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein. Im gut gefüllten Konferenzzentrum des Kemperhofs berichtete Borowka schonungslos und offen über sein jahrelanges Doppelleben als Fußballprofi und Alkoholiker und nahm die Besucher literarisch mit zum Tiefpunkt seines Lebens, einem Suizidversuch. Erst durch einen stationären Klinikaufenthalt vor rund 20 Jahren kämpfte er sich Stück für Stück ins Leben zurück.

Sie machen sich gemeinsam stark für einen offenen Umgang mit dem Thema Sucht (von links): Klaudia Follmann Muth von der Suchtkrankenhilfe der Caritas, Dr. Margarete Worm, Leiterin der Arbeitsmedizin im GK-Mittelrhein, Ex-Fußballprofi Uli Borowka, Jutta Heidger aus dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement des GK-Mittelrhein, Präventionsbeauftragter der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland, Ralf Pauken, sowie Chefarzt und Suchtmediziner Dr. Ansgar Rieke.

Mit seiner Geschichte möchte Borowka zur Diskussion über Suchtverhalten, Risikofaktoren in einer sich verändernden Gesellschaft und die Vorbildfunktion von Erwachsenen anregen. Dem Publikum – darunter Vertreter von Suchtberatungsstellen, Polizei und Sportvereinen, Mitarbeiter und Krankenpflegeschüler des GK-Mittelrhein sowie Mitglieder und Angehörige der Anonymen Alkoholiker – fiel es nicht schwer, sich darauf einzulassen. Sie stellten viele Fragen und berichteten auch über eigene Erfahrungen. Eigene Erfahrungen bedeuten dabei nicht zwangsläufig eigene Suchtprobleme: „Wir leben in einer kranken Gesellschaft. Jeder hat einen Betroffenen im näheren Umkreis“, so Borowka. Das kann in der Familie, im Freundes- oder auch Kollegenkreis sein. „Suchterkrankungen ziehen sich quer durch die Gesellschaft und alle Arbeitsbereiche“, bestätigt auch Ralf Pauken aus seiner Erfahrung als Präventionsbeauftragter der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland. Als Partner des Betrieblichen Gesundheitsmanagements am GK-Mittelrhein unterstützte die AOK die Veranstaltung mit Borowka.

Uli Borowka spricht im GK-Mittelrhein über seinen ganz persönlichen Weg aus der Sucht.


Doch wie kann man helfen, beispielsweise wenn man im Job das Gefühl hat, ein Kollege könnte ein Suchtproblem haben? „Man sollte nicht drüber hinweg schauen, auch wenn es unangenehm ist. Viele Suchtkranke erkennen ihr Problem lange Zeit nicht, aber manche sind auch froh, endlich darauf angesprochen zu werden. Die Kollegen sind hier im ersten Schritt ganz wichtig, aber auch Vorgesetzte und der Arbeitgeber haben eine Fürsorgepflicht“, erklärt Dr. Margarete Worm, Leiterin der Arbeitsmedizin im GK-Mittelrhein. Externe Hilfe nicht nur für Suchtkranke, sondern auch für Angehörige bieten unter anderem Beratungsstellen wie das Zentrum für ambulante Suchtkrankenhilfe der Caritas in Koblenz oder die Anonymen Alkoholiker. Beide beteiligten sich auch an der Podiumsdiskussion im GK-Mittelrhein und berichteten von ihren Erfahrungen.
 

Sucht: Borowka redet Tacheles

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