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Team homer der Universität in Koblenz erfolgreich in Tokio

Universität

Das Robotik-Team homer der Universität in Koblenz schnitt mit einem 3. Platz in der Customer Interaction Kategorie der Future Convenience Store Challenge der japanischen World Robot Summit ab. In dieser Kategorie nahmen weitere 16 von insgesamt 24 Teams teil. Das Team homer war das einzige europäische und bestand aus der Studentin Ivanna Mykhalchyshyna, den Studenten Tobias Evers und Lukas Buchhold sowie dem Teamleiter Raphael Memmesheimer. Es gewann 300.000 Yen, was umgerechnet etwa 2.300 Euro entspricht und für zukünftige Teilnahmen an Wettbewerben oder einem Hardware-Upgrade verwendet wird. Dabei trat das Team homer gegen führende japanische Forschungsinstitute, Universitäten sowie bekannte Firmen an. Japan gilt als Vorreiter im Bereich Servicerobotik.

Sie eilen von Sie zu Sieg (v.l.n.r.): Roboter TIAGo, Ivanna Mykhalchyshyna, Tobias Ever, Raphael Memmesheimer, Lukas Buchhold. Bild: Nicolas Correll

Im Wettbewerb wurde eine Demonstration rund um das Thema „Supermarkt der Zukunft“ gezeigt: Das Team stattete Kunden der Zukunft mit einer Smartphone App aus. Beim Betreten eines Supermarkts wurde dieser mit einer Übersichtskarte des Supermarktes versorgt, sodass er Produkte nicht mehr lange suchen musste. Weiterhin schlug das Team vor, die Intentionen der Kunden mit einem Roboter zu schätzen. Wenn beispielsweise ein Kunde winkte und dies für den Roboter sichtlich war, bot er dieser Person Hilfe an. Kunden konnten sich darüber hinaus Kaffee bestellen, der Roboter servierte ihn. Gepäck wurde vom Roboter am Eingang entgegengenommen und in einem speziellen Raum zwischengelagert.  Zudem wurde ein smarter Einkaufskorb entworfen. Dieser kann den Kassierer in Zukunft ersetzten, sodass sich Mitarbeiter stärker auf den Service konzentrieren können. Der Korb erkennt Produkte, die in ihn gelegt werden. Schließlich wird bequem über die App bezahlt und die Quittung ist auch nach dem Einkauf noch ersichtlich. Weiterhin können sich Einkaufstatistiken anzeigen lassen. Sollte der Korb zu schwer werden, wird dieser vom Roboter abgeholt und zum Ausgang getragen.

Das Team homer machte auch auf die Probleme rund um den Datenschutz aufmerksam. Sensorgesteuerte oder intelligente Supermärkte ermöglichen sehr genaues Tracking der Kunden. Beispielsweise kann über Gesichtserkennung genau verfolgt werden, vor welchem Regal welcher Kunde wie lange stand. So kann nicht nur das Kaufverhalten, sondern auch Interessen gelesen werden, ohne dass der Kunde davon erfährt. Die Informationen lassen sich verwenden, um den Kunden besser zu beraten, allerdings auch dazu, um ihn zu beeinflussen.

 Als eines der wenigen Teams trat homer in allen drei Kategorien des Wettbewerbs an, als einziges Team setzte es den gleichen Roboter für alle drei Kategorien ein. In den anderen Kategorien ging es darum, die Kundentoilette zu reinigen oder Regale mit Produkten einzuräumen und abgelaufene Produkte einzusammeln. In der Toilet Cleaning Kategorie zeigte das Team eine beeindruckende Leistung, allerdings wurde der Lauf nicht gewertet, da der Roboter die Toilette nicht nach der vorgegebenen Zeit verließ. Jedoch erkannte er die Toilette und reinigte die Toilettenbrille, anschließend hob er Papierschnipsel auf dem Boden auf und begann den Boden der Toilette zu reinigen. Dabei benutzte der Roboter einen speziellen Schwammgreifer, der zum Aufheben der Schnipsel sowie zum Wischen geeignet ist.
Bei der Storing- und Disposal-Aufgabe hingegen hatte das Team kaum eine Chance gegen die hochspezialisierten Roboter der anderen Teams, beeindruckte allerdings dadurch, dass der Supermarkt für die Aufgabe nicht verändert werden musste. Serviceroboter werden an der Universität in Koblenz in der Arbeitsgruppe Aktives Sehen unter Leitung von Prof. Dr. Dietrich Paulus entwickelt. Neben dem dritten Weltmeistertitel in der offenen Serviceroboter-Kategorie ist das Team homer unter anderem bei der European Robotics League erfolgreich.

Der nächste World Robot Summit findet 2019 wieder in Tokio als Vorabtest für den Wettbewerb in Nagoya 2020 statt. Die Teilnahme des Teams an der kommenden Robotik-Weltmeisterschaft in Sydney ist aufgrund fehlender Finanzierung noch ungewiss. Derzeit werden Sponsoren für die Teilnahme gesucht. Das Team homer wurde unterstützt mit Geldern des World Robot Summit der japanischen Regierung sowie von Sponsoren sowie der Firma PAL Robotics, die den Roboter für den Wettbewerb zu Verfügung stellte.

Team homer der Universität in Koblenz erfolgreich in Tokio

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