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Universität in Koblenz für professionelle Strategieberatung vom Stifterverband

Universität

Die Universität Koblenz-Landau wurde vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft neben bundesweit fünf weiteren deutschen Hochschulen für die Peer-to-Peer-Strategieberatung durch das Hochschulforum Digitalisierung (HFD) ausgewählt. Die Peer-to-Peer-Strategieberatung des Hochschulforums richtet sich an alle staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland, die bereits herausragende Leistungen im Bereich Digitalisierung vorweisen können und systematisch ihre Ziele bei der Digitalisierung in Studium und Lehre reflektieren wollen.

Ausgewählte Hochschulen werden hierbei für ein Jahr durch ausgewiesene Experten begleitet, so dass gemeinsam der Prozess der Weiterentwicklung der Digitalisierung in Studium und Lehre erarbeitet werden kann. In diesem Jahr hat sich der Campus Koblenz der Universität Koblenz-Landau, der sich aktuell im Umbau zur eigenständigen Universität befindet, zusammen mit 26 anderen Hochschulen bundesweit um diese Förderung beworben und diese erfolgreich eingeworben. In der Auswahlentscheidung der Jury wird die klare Formulierung von Zielen für die Weiterentwicklung der Lehre und das gelungene Aufzeigen eines konkreten Entwicklungs- und Transformationsprozess für die Digitalisierung in Studium und Lehre begründet. So stehen am Campus Koblenz zum einen vornehmlich die Gestaltung geeigneter Rahmenbedingungen für die sinnvolle Einbindung von Digitalisierung in Studium und Lehre und zum anderen die Lehrerbildung in einer digitalen Welt im Vordergrund.

 

„Wir freuen uns sehr, in diesem Jahr von der externen Expertise profitieren zu können. Mit einer starken Informatik als Impulsgeber für die Entwicklung und Bereitstellung von Informationstechnologien in Wissenschaft und Öffentlichkeit sowie einer zukunftsorientierten Lehrerbildung, die Multiplikatoren für alle Schulstufen und mit vielfältigen Fächerkombinationen bildet, bringen wir in Koblenz zwei Bereiche auf einmalige Weise zusammen, die einen hervorragenden Nährboden für den Auf- und Ausbau digitaler Kompetenzen und deren Transfer schafft,“ erklärt die Campusbeauftragte für Studium und Lehre sowie Lehrkräftebildung, Prof. Dr. Constanze Juchem-Grundmann.

Das Thema Digitalisierung in Studium und Lehre steht bereits seit Jahren im Fokus strategischer Überlegungen der Universität Koblenz-Landau. In ihren Entwicklungslinien verpflichtet sich die Universität, sich den Herausforderungen des gesellschaftlichen und technologischen Wandels, insbesondere der nachhaltigen Entwicklung der Informationstechnologie und der damit beförderten Kommunikations- und Interaktionsformen kontinuierlich zu stellen. Wie an vielen anderen Hochschulen auch, sind die strategischen Überlegungen zur Digitalisierung, aber durch die Notwendigkeit, im Zuge der Corona-Pandemie ein digitales Semester zu organisieren, von einer breiten und schnellen Umsetzung überrollt worden.

Am Campus Koblenz ist es gelungen, durch einen koordinativen Kraftakt in kürzester Zeit etwa 90 Prozent aller Lehrveranstaltungen digital anzubieten. Dies auf Wunsch der Studierenden weitestgehend durch asynchrone Formate. Nun gilt es, auch diese Erfahrungen zu reflektieren, für die folgenden Semester fruchtbar zu machen und gleichzeitig entsprechende Angebote wissenschaftlicher Weiterbildung zu konzipieren.

Diplom-Informatiker Christian Schneider, der als Referent der Hochschulleitung für Digitalisierung das Projekt koordiniert, betont: „Durch die Peer-to-Peer-Beratung werden nun strukturierte Reflexionsanlässe geschaffen, um sich am Campus Koblenz weiter mit dem Thema Digitalisierung in Studium und Lehre auseinander zu setzen. Wir erwarten gleichzeitig durch die Einbindung externer Perspektiven und Expertise wertvolle Impulse für die Digitalisierung der aufzubauende Universität Koblenz.“

Die Peers, die vom Hochschulforum ausgewählt werden, aber der Universität noch nicht bekannt sind, sollen einen fachlichen Querschnitt – von Didaktik digitaler Lehre, Lehrerbildung, IT, Organisationsentwicklung bis hin zu rechtlichen Aspekten – abdecken.

Die Auftaktveranstaltung zur Peer-to-Peer-Beratung wird voraussichtlich im Oktober 2020 stattfinden.

Hintergrund zur Peer-to-Peer Strategieberatung

Für die Peer-to-Peer-Strategieberatung des Hochschulforum Digitalisierung (HFD), die 2020/2021 bereits zum vierten Mal stattfindet, wurden die Universität Koblenz-Landau, die Universität Leipzig, die Universität Potsdam, die Hochschule RheinMain, die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes sowie die Hochschule Zittau/Görlitz ausgewählt.

Das Hochschulforum Digitalisierung (HFD) orchestriert den Diskurs zur Hochschulbildung im digitalen Zeitalter. Als zentraler Impulsgeber informiert, berät und vernetzt es Akteure aus Hochschulen, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Das HFD wurde 2014 gegründet. Es ist eine gemeinsame Initiative des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft mit dem CHE Centrum für Hochschulentwicklung und der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Gefördert wird es vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Das Hochschulforum Digitalisierung führt die Ausschreibung durch und wählt auf der Grundlage der Interessensbekundungen der Hochschulen bundesweit sechs Institutionen aus. Die Auswahl trifft eine Jury, die aus dem Lenkungskreis des HFD sowie weiteren Experten des  Hochschulforums Digitalisierung mit ausgewiesener Expertise in der Digitalisierung von Studium und Lehre besteht.

 

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