Ahrweiler           Koblenz           Mayen           Neuwied

Lebendiges-Koblenz.de

Koblenz in Bildern und Texten

  


Inhalt

Login

 

Artikel zum Thema: Gerichtsnews



Attraktive und anspruchsvolle Ausbildung in der Justiz mit Perspektive

Gerichtsnews

Justizfachwirtanwärterinnen und Anwärter beginnen Ausbildung im Bezirk des Oberlandesgerichts Koblenz

Am 1. August 2014 beginnt für 28 junge Nachwuchskräfte ein neuer Lebensabschnitt. In den nächsten zwei Jahren werden sie zu Justizfachwirtinnen und Justizfachwirten bei Gerichten und Staatsanwaltschaften im Oberlandesgerichtsbezirk Koblenz ausgebildet. Der Präsident des Oberlandesgerichts Koblenz Hans-Josef Graefen überreichte den Nachwuchskräften heute im Rahmen einer kleinen Feierstunde ihre Urkunden und wünschte den frisch ernannten Anwärterinnen und Anwärtern für ihre berufliche Ausbildung alles Gute.

Urteil im Staatsschutzverfahren vor dem Oberlandesgericht Koblenz

Gerichtsnews

Indischer Staatsangehöriger wegen geheimdienstlicher Agententätigkeit zu Freiheitsstrafe von 9 Monaten verurteilt

Der zuständige 1. Strafsenat – Staatsschutzsenat - des Oberlandesgerichts Koblenz hat heute im Staatschutzverfahren gegen Ranjit S. sein Urteil verkündet und den Angeklagten wegen geheimdienstlicher Agententätigkeit (§ 99 StGB) zu einer Freiheitsstrafe von 9 Monaten verurteilt.

Der Senat sieht es nach Abschluss der Beweisaufnahme als erwiesen an, dass der Angeklagte für einen indischen Nachrichtendienst eine geheimdienstliche Agententätigkeit ausgeübt und dabei Erkenntnisse über in Deutschland lebende Inder, insbesondere solche aus dem extremistischen Spektrum der Sikhs, weitergegeben hat.

Im dritten Anlauf: neuer Bebauungsplan „Freimersheimer Mühle“ wirksam

Gerichtsnews

Der neue Bebauungsplan „Freimersheimer Mühle“ ist wirksam. Dies entschied das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in Koblenz, nachdem es die zwei vorherigen diesbezüglichen Bebauungspläne für unwirksam erklärt hatte.
Die Ortsgemeinde Freimersheim beschloss im Juni 2010 den vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Freimersheimer Mühle“, um dadurch die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Erweiterung des dort ansässigen Mühlenbetriebes zu schaffen. Das Plangebiet umfasste neben dem Wohngrundstück der Antragsteller auch Teile des FFH-Gebietes „Modenbachniederung“ – eines europäischen Naturschutzgebietes – sowie Teilflächen eines festgesetzten Überschwemmungsgebietes. Das Oberverwaltungsgericht erklärte den Bebauungsplan für unwirksam, weil nicht ausreichend ermittelt worden sei, ob die vorgesehene Verrohrung und Überbauung des im FFH-Gebiet verlaufenden Mühlbachs die Ziele des Naturschutzgebietes erheblich beeinträchtige. Außerdem seien die Lärmschutzbelange der Antragsteller nicht ord¬nungsgemäß abgewogen worden, weil der Abwägung fehlerhaft das geringere Lärmschutzniveau einer „faktischen Betriebswohnung“ zugrunde gelegt worden sei, obwohl deren Wohnhaus keinerlei Bezug mehr zur Mühle habe (vgl. Pressemitteilung Nr. 32/2011).

Hundewelpen-Fall: Klage gegen Kostenbescheid verfristet

Gerichtsnews

Die Klage einer slowakischen Firma gegen einen Kostenbescheid, mit dem sie zu den Kosten für die Unterbringung von Hundewelpen herangezogen wurde, die bei einem Verkehrsunfall während des Transportes teilweise verletzt worden waren, ist wegen Versäumung der Klagefrist unzulässig. Dies entschied das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in Koblenz.
Im März 2012 wurde bei einem Unfall auf der Autobahn A 61 der LKW der Klägerin, der Hundewelpen geladen hatte, beschädigt. Eine amtsärztliche Untersuchung der teilweise verletzten Tiere ergab Zweifel am Vorliegen eines wirksamen Tollwut-schutzes. Daraufhin ordnete der beklagte Rhein-Pfalz-Kreis die Absonderung und Beobachtung der Hundewelpen an und untersagte zugleich den Weitertransport bis zur Wirksamkeit einer Tollwutimpfung. Die Klägerin wurde zu den Kosten für die Unterbringung der Hunde mit einem Betrag von rund 21.000 € herangezogen. Ihr hiergegen erhobener Widerspruch blieb erfolglos. Der Widerspruchsbescheid wurde an den österreichischen Anwalt der Klägerin in Wien per Einschreiben mit Rückschein versandt, auf dem als Auslieferungsdatum der 22. Februar 2013 vermerkt ist.

Ortsgemeinde Dörth hat derzeit keinen Anspruch

Gerichtsnews

VG Koblenz: Ortsgemeinde Dörth hat derzeit keinen Anspruch auf Beteiligung des Landes Rheinland-Pfalz an der Finanzierung eines Verkehrskreisels
Pressemitteilung Nr. 20/2014

Im Jahr 2010 erließ die Ortsgemeinde Dörth den Bebauungsplan „Gewerbegebiet Budenbach“. Die Planung sah vor, einen neuen Kreisel im Bereich der Landesstraße L 206/Autobahnmeisterei anzulegen, in den eine durch dieses Gebiet verlaufende Straße münden sollte. Ebenfalls im Jahr 2010 schloss die Ortsgemeinde mit dem Landesbetrieb Mobilität zur Umsetzung des Plans eine Vereinbarung, wonach die Kommune entsprechend den Vorgaben des Landesstraßenrechts die Kosten des Kreisels zu tragen hat. In der Folgezeit änderte die Ortsgemeinde im Zuge der Ansiedlung von Betriebsstätten eines Unternehmens ihren Bebauungsplan. Nunmehr ist vorgesehen, eine im Osten gelegene Fläche des Plangebiets als Industriegebiet auszuweisen. Dieses Industriegebiet soll durch eine wenige Meter lange, in den Kreisel führende Verkehrsfläche angebunden werden. Bereits vor Inkrafttreten dieser Änderung nahm das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz (Urteil vom 11. Dezember 2012, 6 A 10870/12.OVG) zur Kostenverteilung zwischen einer Kommune und dem Land Rheinland-Pfalz bei der Anlegung eines Kreisverkehrsplatzes Stellung. Daraufhin machte die Ortsgemeinde geltend, nach der Vereinbarung sollte sich die Kostentragung nach dem geltenden Straßenrecht ausrichten. Unter Zugrundelegung der obergerichtlichen Entscheidung ergebe sich aus den einschlägigen Vorschriften, dass die Kosten für den Kreisel zwischen dem Land Rheinland-Pfalz als Träger der Baulast für die L 206 und der Ortsgemeinde im Verhältnis der Fahrbahnbreiten der an der Kreuzung beteiligten Straßenäste zu teilen sei. Da der Landesbetrieb Mobilität dies ablehnte, erhob die Ortsgemeinde Klage, um eine Anpassung der Kostenregelung des Vertrags zu erreichen, und wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Anteil des Landes ungefähr 258.000,00 € ausmache. Hilfsweise beantragte sie festzustellen, dass das Land zur Übernahme eines Teils der Kosten für den neuangelegten Kreisel verpflichtet sei.

78-jähriger nicht verpflichtet, Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit ....

Gerichtsnews

für Unterhalt der geschiedenen Ehefrau einzusetzen
Fortschreitendes Alter kann Veranlassung geben, notarielle Vereinbarung über Unterhaltszahlungen abzuändern

Die in einer notariellen Vereinbarung enthaltene Verpflichtung, an die geschiedene Ehefrau Unterhalt zu leisten, kann bei einer wesentlichen Änderung der tatsächlichen Verhältnisse entfallen. Eine derartige Veränderung kann im fortschreitenden Alter des Verpflichteten und den sich daraus ergebenden Auswirkungen auf seine Erwerbstätigkeit gesehen werden. Einnahmen eines  in schwierigen finanziellen Verhältnissen lebenden 78-jährigen aus der noch ausgeübten selbständigen Tätigkeit als Bauingenieur müssen nicht mehr für den Unterhalt der 72-jährigen Ehefrau eingesetzt werden.

Public viewing bleibt erlaubt

Gerichtsnews

Der Eilantrag gegen eine Ausnahmegenehmigung, mit der die Stadt Ingelheim die öffentliche Direktübertragung – public viewing – von maximal sechs Weltmeisterschaftsspielen der deutschen Fußballnationalmannschaft erlaubt hat, bleibt ohne Erfolg. Dies entschied das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in Koblenz.
Die Veranstaltung soll auf einem Vereinsheim-Parkplatz neben einem Sportplatz in Ingelheim stattfinden. Der Antragsteller, dessen Grundstück neben dem Sportplatz liegt, macht mit seinem gegen die Genehmigung gerichteten Antrag auf Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes geltend, das public viewing führe zu unzumutbaren Lärmbeeinträchtigungen. Bereits das Verwaltungsgericht ist dem nicht gefolgt und lehnte den Eilantrag ab (vgl. Pressemitteilung des Verwaltungsgerichts Mainz Nr. 10/2014 vom 16.06.2014). Das Oberverwaltungsgericht bestätigte die Entscheidung des Verwaltungsgerichts und wies seine hiergegen eingelegte Beschwerde zurück.
Die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts ist heute den Beteiligten per Fax übersandt worden. Die Begründung der Entscheidung wird in den nächsten Tagen nachgereicht werden.
Beschluss vom 24. Juni 2014, Aktenzeichen: 1 B 10544/14.OVG
 

Land muss über Schadenersatzanspruch einer Lehrerin erneut entscheiden

Gerichtsnews

VG Koblenz:
Die als Lehrerin im Dienst des beklagten Landes stehende Klägerin erlitt auf dem Schulhof einen Dienstunfall, bei dem ihre Brille beschädigt wurde. Zwei Tage später legte sie bei ihrer Schule die Unfallmeldung auf einem dafür vorgesehenen Formular vor. Die Schule leitete das Formular versehentlich erst zirka vier Monate später an die Schadenregulierungsstelle weiter. Dem war ein Begleitschreiben beigefügt, in dem die Schulleitung sich für die verspätete Übersendung entschuldigte. Dennoch lehnte das beklagte Land einen Schadenersatz ab. Der Antrag sei nicht innerhalb der gesetzlichen Frist von drei Monaten bei der Schadenregulierungsstelle eingegangen.
Mit ihrer dagegen erhobenen Klage verfolgt die Klägerin ihr Begehren weiter. Sie habe ihren Antrag rechtzeitig bei der Schulleitung abgegeben. Aus Gründen, die nicht mehr aufklärbar seien, habe es die Schule versäumt, den Antrag innerhalb der Frist weiterzuleiten. Dies dürfe ihr nicht zum Nachteil gereichen.

Vier neue Gerichtsvollzieherinnen und Gerichtsvollzieher im Einsatz

Gerichtsnews

OLG-Präsident Graefen gratuliert zur erfolgreichen Prüfung

Im Bezirk des Oberlandesgerichts Koblenz sind vier neue Gerichtsvollzieherinnen und Gerichtsvollzieher im Einsatz. Kürzlich haben drei Anwärterinnen und ein Anwärter für den Gerichtsvollzieherdienst ihre Ausbildung mit Erfolg abgeschlossen. Hierunter befinden sich auch die zwei Prüfungsbesten des Landes. Erfreut konnte der Präsident des Oberlandesgerichts Hans-Josef Graefen heute allen zu der damit verbundenen höheren beruflichen Qualifikation gratulieren. Bei der Aushändigung der Prüfungszeugnisse wünschte der Präsident den „Neuen“ für ihre beruflichen Aufgaben alles Gute und äußerte sich überzeugt, dass sie die anspruchsvolle Tätigkeit im Spannungsfeld zwischen den Interessen der Gläubiger und der Schuldner erfolgreich bewältigen werden.

VG Koblenz: Kein Anspruch auf Sabbatjahr für Schulleiter

Gerichtsnews

Der im Statusamt eines Rektors stehende Kläger übt die Funktion des Schulleiters einer Grundschule aus. Seinen Antrag auf Bewilligung einer Teilzeitbeschäftigung nach dem sogenannten Sabbatjahrmodell lehnte das beklagte Land ab. Der Bewilligung stünden dienstliche Belange entgegen. Für den Zeitraum seiner einjährigen Freistellungsphase sei die Schule ohne ordnungsgemäße Leitung und Führung. Eine vorübergehende Nachbesetzung der Stelle scheide unter haushaltsrechtlichen Gesichtspunkten aus.

Mit seiner dagegen erhobenen Klage verfolgte der Kläger sein Begehren weiter. Die gesetzlichen Vorschriften zur Teilzeitbeschäftigung müssten aus Gründen der Gleichbehandlung grundsätzlich auch Führungskräften zugute kommen. Im konkreten Fall habe sich überdies eine erfahrene Kollegin zur Übernahme der Vertretung bereiterklärt. Dies sei auch ohne weiteres möglich, da es sich lediglich um eine kleine Schule handele.

Eiswein nur bei hartem Frost

Gerichtsnews

Die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz hat zu Recht die Zuerkennung des Prädikats Eiswein für zwei Weine des Jahrgangs 2011 abgelehnt. Dies entschied das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in Koblenz.
Die klagende Weinkellerei beantragte für zwei Weine des Jahrgangs 2011 die Zuerkennung des Prädikats Eiswein. Die zuständige Landwirtschaftskammer ließ die eingereichten Proben schon nicht zur sensorischen Prüfung zu. Sie berief sich dabei auf ein Gutachten des Landesuntersuchungsamtes, wonach angesichts der Temperaturen zur Zeit der Lese und der Analyseergebnisse Zweifel daran bestünden, dass die Weintrauben, wie erforderlich, bei ihrer Lese und Kelterung gefroren gewesen seien. Die hiergegen erhobene Klage der Weinkellerei wies das Verwaltungsgericht ab. Im Berufungsverfahren hörte das Oberverwaltungsgericht in einer ersten mündlichen Verhandlung zunächst Zeugen zum Zustand der verwendeten Trauben und holte danach ein Sachverständigengutachten zur Aussagekraft der vorliegenden Analyseergebnisse ein (vgl. Pressemitteilung Nr. 35/2013).

Gemeindehaus am Wormser Dom: Eilantrag ohne Erfolg

Gerichtsnews

Der Eilantrag von Vertretern des Bürgerbegehrens „Freier Blick auf den Dom zu Worms“, mit dem die Erteilung einer Baugenehmigung für den Bau eines Gemeindehauses am Wormser Dom vor dem Abschluss des angestrebten Bürgerentscheids verhindert werden soll, hat keinen Erfolg. Dies entschied das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in Koblenz.
Im Januar 2014 beantragte die Domgemeinde St. Peter eine Baugenehmigung für den Neubau eines Gemeindehauses auf dem Domplatz in Worms. Gegen dieses Vorhaben richtet sich das Bürgerbegehren „Freier Blick auf den Dom zu Worms“. Dessen Vertreter beantragten im Februar 2014 die Zulassung des Bürgerbegehrens und die Durchführung des Bürgerentscheids zusammen mit der Kommunal- und Europawahl. Zugleich forderten sie den Oberbürgermeister der Stadt Worms auf, die Bearbeitung und Genehmigung des Bauantrags der Domgemeinde auszusetzen. Nachdem der Oberbürgermeister dieser Aufforderung nicht nachkam, beantragten sie die Stadt Worms im Wege einer einstweiligen Anordnung zu verpflichten, bis zur Feststellung des Ergebnisses des angestrebten Bürgerentscheids, hilfsweise bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung der Verwaltungsgerichtsbarkeit oder bis zur Entscheidung des Stadtrats über die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens, eine abschließende Entscheidung in dem Baugenehmigungsverfahren zu Gunsten des Neubaus zu unterlassen. Das Verwaltungsgericht lehnte den Eilantrag ab (vgl. Pressemitteilung des Verwaltungsgerichts Mainz Nr. 6/2014). Das Oberverwaltungsgericht bestätigte diese Entscheidung.

 

Sturz durch offenen Treppenschacht im Rohbau -

Gerichtsnews

keine Haftung des Bauunternehmers für fehlende Abdeckung der Treppenöffnung
Sicherungsmaßnahmen nur soweit geschuldet, als mit dem Betreten des Gebäudeinneren zu rechnen ist

Weder das mit der Erstellung des Rohbaus beauftragte Unternehmen noch der Bauleiter haften für Personenschäden,  die auf  fehlenden Sicherungsvorkehrungen in solchen Gebäudeteilen beruhen, mit deren Betreten nicht gerechnet werden musste. Dies gilt auch bei Unfällen des Bauherrn, dem das Aufsuchen des Rohbaus als Grundstückseigentümer erlaubt ist. Ruhen die Arbeiten im Inneren eines Gebäudes, bedarf es keines Schutzes im nicht ohne weiteres zugänglichen Obergeschoss des Hauses.

Dies hat der 5. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Koblenz in einem Berufungsverfahren gegen ein Urteil des Landgerichts Trier entschieden (Urteil vom 5. März 2014, Az. 5 U 1090/13).

Keine Wohnbebauung auf dem Gelände eines ehemaligen jüdischen Friedhofs

Gerichtsnews

Der Normenkontrollantrag eines Grundstückseigentümers gegen den Bebauungsplan der Ortsgemeinde Wallertheim im Landkreis Alzey-Worms, der sein auf dem Gelände eines ehemaligen jüdischen Friedhofs gelegenes Grundstück als „öffentliche Grünfläche, Zweckbestimmung Friedhof“ ausweist, hat keinen Erfolg. Dies entschied das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in Koblenz.

Der ursprüngliche Bebauungsplan sah für das Grundstück des Antragstellers die Möglichkeit einer Bebauung vor. Im Jahr 2011 wurde dem Ortsgemeinderat bekannt, dass im Bereich dieses Grundstücks etwa im Jahr 1690 ein jüdischer Friedhof angelegt worden war, der im Jahr 1840 geschlossen und in der NS-Zeit zerstört und abgeräumt worden war. Nach einer Gesprächsrunde bei der Ortsgemeinde im August 2011, an der unter anderem Vertreter der jüdischen Gemeinde Mainz, Rabbiner und der damalige Verfahrensbevollmächtigte des Antragstellers teilnahmen, wurde der Bebauungsplan geändert und das Grundstück des Antragstellers als „öffentliche Grünfläche, Zweckbestimmung Friedhof“ ausgewiesen. Dabei ließ sich der Gemeinderat von der Erwägung leiten, es erscheine unvertretbar, das private Interesse des bauwilligen Grundstückseigentümers höher zu gewichten und eine Grabstätte einer Bebauung zuzuführen, womit die im jüdischen Glauben verankerte ewige Totenruhe gestört würde.

Verfassungsgerichtshof lehnt Eilantrag der NPD gegen Ministerpräsidentin ab

Gerichtsnews

Der Antrag der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD), der Minister-präsidentin des Landes Rheinland-Pfalz im Wege einer einstweiligen Anordnung zu untersagen, eine bestimmte Äußerung über die NPD zu wiederholen, hat keinen Erfolg. Dies entschied der Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz in Koblenz.
 
Die Ministerpräsidentin hatte am 23. April 2014 im Rahmen einer Veranstaltung in einer Sportgaststätte in Pirmasens, zu der die Vorsitzende des Stadtverbandes der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) unter dem Motto „Politik trifft Sport“ eingeladen hatte, sinngemäß geäußert, es müsse „alles daran gesetzt werden, um den Wiedereinzug der rechtsextremen NPD im Stadtrat zu verhindern“. Die Antragstellerin beantragte daraufhin beim Verfassungsgerichtshof den Erlass einer einstweiligen Anordnung mit dem Ziel, ihr eine solche Äußerung zu untersagen. Sie sieht sich durch diese Äußerung in ihren Rechten als Partei verletzt. Sie macht geltend, die Ministerpräsidentin habe dadurch unzulässig und unter Verletzung des staatlichen Neutralitätsgebots in den laufenden Kommunalwahlkampf eingegriffen. Der Verfassungsgerichtshof lehnte den Eilantrag ab und führte zur Begründung im Wesentlichen aus:

Beendigung einer Liebesbeziehung - kein umfassender Anspruch

Gerichtsnews

 gegen früheren Partner auf Löschung von überlassenen Dateien mit eigenen Foto- und Videoaufnahmen
Erotische und intime Aufnahmen sind aber zu löschen

Die während  einer Beziehung im Einvernehmen erfolgte Fertigung von Lichtbildern und Filmaufnahmen stellt keinen rechtswidrigen Eingriff in das Persönlichkeitsrecht der abgebildeten Person dar. Die Einwilligung hat auch zum Inhalt, dass der Andere die Aufnahmen im Besitz hat und über sie verfügt. Der Widerruf des Einverständnisses ist aber nicht ausgeschlossen, wenn aufgrund veränderter Umstände dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht der Betroffenen Vorrang vor dem Umstand zu gewähren ist, dass sie der Anfertigung der Aufnahmen zu irgend einem Zeitpunkt zugestimmt hat. Das ist nach Beendigung der Beziehung der Fall, wenn es sich um intime und damit den Kernbereich des Persönlichkeitsrechts betreffende Aufnahmen handelt. Der Anspruch auf Löschung digitaler Fotografien und Videoaufnahmen ist auf diesen Bereich beschränkt.


392 Artikel (25 Seiten, 16 Artikel pro Seite)

 

Nachrichten

new: 21.10.2019 Nachverlegung der Leerung der Restabfalltonnen wegen des Feiertags "Allerheilige

Der Kommunale Servicebetrieb Koblenz weist darauf hin, dass es in der 44. Kalenderwoche 2019, bedingt durch den Feiertag "Allerheiligen", am Freitag, ...

new: 21.10.2019 Standesamt am 29. Oktober geschlossen

Das Koblenzer Standesamt ist am Dienstag, 29. Oktober 2019 ganztägig geschlossen. Grund ist eine verpflichtende Fortbildungsveranstaltung für alle ...

Verschlüsselte Botschaften: Theresienstadt-Postkarten 1943/1944

2017 erhielt das Stadtarchiv Koblenz einen historisch besonders wertvollen Zugang: Korrespondenz aus dem Nachlass der jüdischen Familie Dr. Isidor gen. Isi ...

„FEST der KULTUREN“ - Abschlussveranstaltung der Interkulturellen Wochen

„Zusammen leben, zusammen wachsen“, so lautet das bundesweite Motto der diesjährigen Interkulturellen Wochen, die vom Beirat für Migration ...

Celina Leffler geehrt

Im Beisein von Bürgermeisterin Ulrike Mohrs (2. V.l.) erhielt die Koblenzer Ausnahmeathletin Celina Leffler (Mitte) die Sportplakette des Landes ...

Bürgerinformation zur Ummarkierung des Berliner Rings

Baudezernent Bert Flöck lädt für Mittwoch, 30.10.2019, um 18:00 Uhr, in die Aula des Gymnasiums auf der Karthause zu einer ...

Handwerk: Wirtschaftslage gut, starke Auslastung, Prognosen verhaltener

Herbstumfrage unter 2.800 Handwerksbetrieben: aktuelle Zahlen weiter auf Rekordniveau
KOBLENZ. Das Konjunkturklima der ...

Unsicherer Konjunkturausblick – Tiefstände bei der Industriestimmung

IHK-Konjunkturbericht Rheinland-Pfalz 18. Oktober 2019. Die konjunkturelle Dynamik in Rheinland-Pfalz verliert zum Herbst 2019 spürbar an Schwung. Das ...

Neue Klinik hat den „richtigen Kapitän“

Kinderonkologe Dr. Stephan Lobitz wird im Kemperhof begrüßt  
KOBLENZ. Sie ist neben Mainz die einzige ...

Instandsetzung Trogbauwerk Saarplatz, Asphalteinbau

Die dritte und damit letzte Bauphase der Instandsetzung des Trogbauwerks unterhalb des Saarkreisels ist nahezu erledigt. Zum Abschluss muss nun die Fahrbahn ...

Unterdurchschnittlich viele Beschäftigte krank

Koblenz, 16. Oktober 2019 – Die Beschäftigten in Koblenz waren im Jahr 2018 seltener krankgeschrieben als im ...

HRcamp der IHK und IHK-Akademie Koblenz

110 Personaler tauschen sich zu Trends in der Personalentwicklung aus Koblenz, 16. Oktober 2018. Wie sieht gute Personalarbeit heute aus – und welche ...

Stadion Oberwerth ausgezeichnet von der Deutschen Schulsportstiftung

Die Deutsche Schulsportstiftung hat anlässlich von 50 Jahren „Jugend trainiert für Olympia“ das Stadion ...

Eilantrag von FWG/BüFEP-Fraktion gegen Beschlüsse des Bad Kreuznacher Stadtrates

Eilantrag von FWG/BüFEP-Fraktion gegen Beschlüsse des Bad Kreuznacher Stadtrates abgelehnt Pressemitteilung Nr. ...

Straßenbauarbeiten in der Friedrich-Gerlach-Straße

In der Zeit vom 21.10.2019 bis 04.11.2019 wird im Auftrag des Kommunalen Servicebetriebes Koblenz der Fahrbahnbelag in der Friedrich-Gerlach-Straße in ...

VHS Koblenz startet wieder mit kaufmännischen Qualifizierungskursen

Die berufliche Weiterbildung gehört seit über 50 Jahren zum Bildungsauftrag der Volkshochschulen. Im August startet die VHS Koblenz wieder mit ...

16 User online

Dienstag, 22. Oktober 2019

    

Alle Logos und Warenzeichen auf dieser Seite sind Eigentum der jeweiligen Besitzer und Lizenzhalter.
Im übrigen gilt Haftungsausschluss. Weitere Details finden Sie im Impressum.

Die Artikel sind geistiges Eigentum des/der jeweiligen Autoren,
alles andere © by Lebendiges-Koblenz.de

Diese Webseite basiert auf pragmaMx 2.4.2.


Ahrweiler           Koblenz           Mayen           Neuwied